0263 Ein Interview mit HerrnWunderlich und FrauWissel (Schulleitung Mittelschule) 1. Welche Aufgaben haben Sie als Schulleitung? Herr Wunderlich: Die Arbeit in der Schulleitung vergleiche ich gerne mit der Arbeit eines Tontechnikers am Mischpult. Er muss immer alle Regler im Blick haben und darauf achten, welchen von den vielen Kanälen er gerade hoch oder runter regeln muss. Ähnlich ist es in der Schule und Schulleitung. Da gibt es viele Aufgaben, mal steht die eine im Vordergrund, mal die andere und man muss darauf achten, welche gerade die wichtigsten sind. Beim Tontechniker kommt es auf den guten Sound an, Aufgabe der Schulleitung ist es, immer wieder daran zu arbeiten, dass die PGS eine gute Schule ist und bleibt. So bin ich für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und Eltern da. Konkret gehören zu meinen täglichen Aufgaben z.B. die Arbeit am Stundenplan, die Aufnahme von neuen Schülern, die Suche nach neuen Lehrern und Gespräche mit dem Schulamt. Frau Wissel: Als Schulleitung haben wir viele Aufgaben. Grundsätzlich teilen wir uns die Arbeit und sind für unterschiedliche Bereiche zuständig. Meine Schwerpunkte sind der Vertretungsplan, die Digitalisierung in der Mittelschule, die Organisation der Profilfächer, AG-Wahlen und Projektprüfung, sowie die Teamleitung für die Klassen 5 und 6. Dazu gehören Gespräche zur Schulaufnahme, die Unterstützung der Lehrkräfte und natürlich Elterngespräche. 2. War es Ihr Ziel, Schulleiter/in zu werden und wenn ja warum? Herr Wunderlich: Es macht mir Freude, Schule zu gestalten – und das konnte ich an der PGS von Anfang an. Ob als Lehrer, viele Jahre als stellvertretender Schulleiter oder jetzt in meiner neuen Aufgabe – es gab immer viele Möglichkeiten, mich mit meinen Ideen einzubringen. Wichtig war und ist mir immer, dass der Schulleiter kein Einzelkämpfer ist. Wir arbeiten viel zusammen in der Schulleitung, Frau Wissel und ich für die Mittelschule aber auch alle Schulleiterinnen und Schulleiter in Kahl. Gemeinsam überlegen wir, was für unsere Schule gut und wichtig ist. Frau Wissel: Als ich an der PGS als Lehrkraft begonnen habe, war es nie mein Ziel stellv. Schulleiterin zu werden oder generell mal Schulleiterin zu sein. Erst mit der Empfehlung durch meine dienstliche Beurteilung habe ich mich intensiver mit dem Gedanken auseinandergesetzt und gemerkt, dass ich vielleicht die Möglichkeit habe, mich mit meinen Fähigkeiten für das Wohl der Schülerinnen und Schüler und unserer Schule insgesamt einzusetzen. 3. Welche Fächer unterrichten Sie am liebsten? HerrWunderlich: Am liebsten unterrichte ich in den Fächern, in denen die Schülerinnen und Schüler begeistert mitmachen. Das ist oft in Musik so, wenn wir selbst alle mit Instrumenten spielen, manchmal auch in Religion oder Mathematik, wenn ein Thema richtig interessant wird. Frau Wissel: Ich unterrichte am liebsten Informatik, Wirtschaft und Mathe. Das sind spannende Fächer in denen man oft vor neuen Herausforderungen steht und einen Weg zur Lösung des Problems oder der Aufgabe finden muss. 4. Was sind Ihre Ziele für die PGS Kahl und die Schülerinnen und Schüler? Herr Wunderlich: Erstens, dass Schülerinnen und Schüler gerne in die Schule gehen. Zweitens, dass Schülerinnen und Schüler den für sie besten Schulabschluss erreichen und drittens, dass wir im Kollegium ein gutes Team sind und gerne zusammen in und für die PGS arbeiten. Frau Wissel: Als stellv. Schulleiterin ist es mein Ziel die Unterrichtsqualität an der PGS weiterhin zu fördern, Schulentwicklung zu steuern, Organisationsstrukturen zu schaffen und Bildungsangebote für Schüler zu gestalten. Aus Sicht einer Pädagogin ist es mein Ziel, Unterricht zu gestalten, der für alle Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen möglichst angemessene Lerngelegenheiten bietet. 5. Was war bisher Ihr schönstes Erlebnis an unserer Schule? Herr Wunderlich: Das ist schwer zu sagen. Ich denke da z.B. an die Einweihung der Schule nach der langen Sanierung, die Abschlussfeier meiner ersten Klasse und eine Gletscherüberquerung mit Schülern während einer Projektwoche. Frau Wissel: Nur EIN schönstes Erlebnis gibt es für mich nicht. Jedes liebevolle Wort, jeder Lernerfolg und Abschluss, jedes Ziel, Mittelschule weiter auf S 24
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