063 Vorwort Titelfoto: Wie in jedem Jahr beschäftigt sich die Grundschule ausführlich mit der Jahreslosung. Dazu entsteht immer ein großformatiges Bild. Jedes Kind hat einen Schmetterling gestaltet, der Hintergrund wurde von Christiane Nümann (Fachlehrerin Grundschule) gemalt. In der Jahreslosung fällt auf, dass wir nicht den Frieden halten sollen, sondern suchen, also scheint „Frieden“ etwas zu sein, was auch schnell verloren geht und sich die Suche und Mühe aber absolut lohnt. Ja, nicht nur das, wir werden zur intensiven Suche aufgefordert. Auch hier denke ich, dass nicht nur der äußere Friede immer wieder intensiv gesucht werden muss, sondern besonders auch der innere Frieden. Das Heilwerden, Leben in einer gesunden Ganzheitlichkeit von Körper, Seele und Geist ist eine durchaus schwierige Lebensaufgabe und Herausforderung an uns alle, aktiv dazu beizutragen. In unserer Schulgemeinschaft bedeutet das, immer wieder Gespräche zu führen, aber auch Therapeuten und Fachleute zu Rate zu ziehen, wenn wir merken, dass Schüler in manchen Bereichen besondere Schwierigkeiten haben, die es peu à peu zu bewältigen gilt. Dies geht manchmal nur in kleinen Schritten, aber wenn es gelingt, ist die Freude riesengroß. Manchmal bekommen wir das erst Jahre später mit, wenn uns ehemalige Schüler stolz berichten, welchen Ausbildungsweg sie erfolgreich gegangen sind - trotz so mancher Schwierigkeiten und Defizite, die vorher da waren. So bedeutet Schule nicht nur Lernen von Inhalten, sondern auch zu lernen, das Leben an sich und mit seinen eigenen Stärken und Schwächen zu bewältigen. 3. Nachjagen Auf einer Illustration zur Jahreslosung war ein Schmetterling abgebildet- auf den ersten Blick habe ich mich gefragt, was der wohl mit der Jahreslosung zu tun hat?! Aber dann ist mir die Jagd nach Schmetterlingen eingefallen, zugegebenermaßen heute etwas selten geworden … Aber wenn man denn einen Schmetterling jagt, dann ist man auf der Suche nach etwas sehr Schönem, etwas sehr Wertvollem und die aktive Jagd und das Hinterherrennen lohnt sich, wenn man ein wunderschönes Exemplar ergattert hat… So soll unsere Jagd nach Frieden auch sein, wie nach einem Schatz, wie nach etwas unendlich Wertvollem. Suchen und nachjagen sind zwei sehr aktive Verben und Frieden scheint also mit unserer Aktivität und unserem Engagement verbunden zu sein. Als „Couch - Potato“ ist kein wahrer Friede zu finden… Seit September des letzten Jahres bin ich als Schulleiterin der Grundschule eingesetzt, darüber freue ich mich sehr. Was mich daran reizt, sind vor allem die Begegnungen und Gespräche mit Menschen - Aufnahmegespräche, Runde Tische, Mitarbeitergespräche, Konferenzen und Teamsitzungen… aber es gibt natürlich auch viele Konfliktgespräche. Wenn ich in meiner Funktion dazu beitragen kann, Brücken zu bauen und den äußeren und inneren Frieden wiederherzustellen, dann bedeutet mir das viel. Auch hier gilt es immer wieder zu suchen und nachzujagen, manchmal in mühsamer Kleinarbeit – aber es lohnt sich immer! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein friedvolles Jahr 2019! Angelika Wunderlich Schulleiterin Grundschule
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