PGS Kahl - Schulzeitung

026 Vorwort Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Freunde der PGS, Der Psalm 23 beschreibt das Bild vom Hirten, der sich fürsorglich um seine Schafe kümmert. Es ist ein Bild über das vertrauensvolle Miteinander von Gott und den mit ihm verbundenen Menschen. Mit einfachenWorten wird hier gesagt, dass Gott bei uns ist und für uns sorgt. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Gott ist uns nahe und begleitet uns auch auf den Durststrecken des Lebens. Und er hat Mittel und Wege, um unseren Mangel auf seine Weise auszufüllen, vor allemdurch seine Liebe und Barmherzigkeit. Ich darf ihm vertrauen. Er hat gute Gedanken über mein Leben und weiß was ich wirklich brauche. Vor einigen Jahren durfte ich dies ganz konkret erleben. Ich bin auf einem Auge fast blind und hatte vor ca. 15 Jahren auf beiden Augen grauen Star bekommen. Dies konnte recht schnell und gut durch künstliche Linsen behoben werden. Allerdings hatte ich dann wenige Jahre später auf meinem „gesunden Auge“ eine Netzhautablösung. Nach der OP teilte man mir mit, dass wir abwarten müssten, ob ich meine Sehkraft wieder wie zuvor zurück erhalten werde. Die darauf folgenden Tage waren für mich sehr schwer gewesen, da für mich meine ganze Existenz davon abhing. Gott ist mir aber in diesen Tagen als mein Hirte begegnet und hat mir deutlich gemacht, dass ich nicht tiefer fallen kann als in seine Hand. Ab diesem Zeitpunkt war ich zuversichtlich und habe Gottes Geborgenheit erleben dürfen. Meine Sehkraft ist auch wieder voll und ganz hergestellt worden. Weiter heißt es im Psalm: „Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischenWasser. Er erquicket meine Seele.“ In einer anderen Übersetzung heißt es „Er gibt mir neue Kraft!“ Der Hirte führt mich auf saftige Wiesen und zu frischemWasser, wo ich satt werde und meinen Durst stillen kann. Lebendiges frisches Wasser von einemBrunnen oder einem klaren Gebirgsbach, so stelle ich es mir vor. Es ist ein Ort der Ruhe, der Entspannung und der Erholung. Wir alle brauchen immer wieder Zeiten und Orte der Stille und der Erholung, um neue Kraft zu gewinnen für die Herausforderungen des Alltags. Tomas Sjödin, ein schwedischer Autor schreibt in seinemBuch „WarumRuhe unsere Rettung ist“: „Ruhen heißt nicht in erster Linie, nichts zu tun. Ruhen heißt, das zu tun, was einem Spaß macht und wobei man sich wohlfühlt. Und vor allem bedeutet es, etwas ganz anderes zu tun also sonst.“ in Religion hatte mein Sohn in der 7W die Aufgabe eine Gotteskiste zu erstellen. In diese Gotteskiste sollte er Dinge hineinlegen bzw. basteln, die er mit seinem Glauben verbindet und die ihm in Bezug mit Gott wichtig sind. Er hatte sich entschieden den Psalm 23 zu nehmen. Mit Maschendrahtzaun, Gips und Farbe hat er eine Berglandschaft mit einemTal, einemBachlauf und See dargestellt. Am See stellte er einen Hirten und Schafe von einer Modelleisenbahn auf. Wir kamenmit ihmüber den Psalm 23 sehr gut ins Gespräch. Ich persönlich war nicht nur von dieser Aufgabe begeistert, sondern war auch wieder von diesem bekannten Psalm angesprochen. Allein die ersten 3 Verse des Psalms geben mir in dieser besonderen Zeit Halt und Zuversicht. In der revidierten Übersetzung Martin Luthers haben die ersten Verse des Psalms folgenden Wortlaut: „Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele.“ Gegenwärtig befinden wir uns durch Corona in einer herausfordernden Situation. Das gesellschaftliche und persönliche Leben ist zurzeit vielen Einschränkungen unterworfen. Wir machen uns Sorgen um unsere Gesundheit und so mancher auch um sein Einkommen. Distanzunterricht, Homeoffice, Ausgangssperren usw. prägen unseren Alltag. Man kann kaum planen, da immer wieder neue Regeln aufgestellt werden. Der Psalm 23 sagt aus, dass wir all dem nicht schutzlos ausgeliefert sind. Durch den Glauben werden zwar die Schwierigkeiten und Probleme nicht einfach beseitigt, jedoch schenkt uns der Glaube an Gott Zuversicht und Geborgenheit trotz aller Nöte und Probleme.

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