PGS Kahl - Schulzeitung

2 Veränderung? Ja bitte! Vorwort Veränderung…. „Veränderung“ kann heißen: Umbau, Wechsel, Entwicklung, Erneuerung, oder auch Verbesserung … ist doch gar nicht so schlecht! „Veränderung“ kann allerdings auch bedeuten: Abweichung, Störung, Verunsicherung oder Krise … das hingegen ist gar nicht so leicht und Krisen gibt es ja leider oft nur zur Genüge. Manchmal aber heißt „Veränderung“ schon nichts anderes, als: Schritte nach vorne gehen. Ich bin sicher, jeder von uns hat das schon einmal getan, Schritte nach vorne gehen, hat sich verändert. Wenn man mal ganz bewusst und langsam einen Schritt macht, dann merkt man, dass die längste Phase bei einem Schritt sehr unsicher ist. Da ist es wackelig, nicht stabil, man ist im Ungleichgewicht. Wie ganz langsames Fahrradfahren. Vielleicht rennen genau deshalb so viele Menschen durch ihr Leben und hetzen, denn diese Unsicherheit mögen sie nicht. Was tut man also: Mehr Tempo! Schneller, dann hält man das Gleichgewicht! Aber was, wenn das mal nicht klappt, wenn wirklich alles kippt? Man sieht schon: Es braucht einiges an Geduld und Kraft und allein wird das auch nichts. Es braucht Unterstützung von Freunden, Familie, oder auch von Gott. Manchmal muss man selber entscheiden wie die eigene Geschichte weitergehen soll: Ändere ich meine Gewohnheiten und lasse Veränderung bewusst zu? Veränderung muss einen guten Anfang finden, denn wir kennen das alle, wenn der Anfang eines Buches nicht gut ist, dann lesen wir wahrscheinlich auch nicht weiter. Bis man das aber geschafft hat, einen guten Anfang zu finden, kann es schon mal eine Weile dauern. In dieser Zeit steht dann womöglich alles Kopf und das ist auch manchmal ganz gut so. Denn ohne Veränderung würden wir ja immer nur auf der Stelle treten. Vielleicht hilft es, wenn man das letzte „Lebenskapitel“ einfach beendet und ein neues Buch anfängt. Denn das gibt ja immer auch die Chance für eine neue, eine bessere Geschichte. Jesus hat das den Menschen immer zugetraut, frei nach der Apostelgeschichte Kapitel 9: So, und ab heute wird Deine Geschichte spannender und lebendiger! Steh auf und geh! Du sollst sehen! Und Gott gibt die Kraft dazu! Für den Verlauf dieser neuen Geschichte sind wir dann zu großen Teilen selbst verantwortlich. Wir sind die Autoren dieses neuen Buches, dieses neuen Abschnitts unseres Lebens. Na klar, es gibt Dinge, die können wir nicht beeinflussen; da können wir gar nichts für, aber wir können entscheiden, wie wir uns dazu verhalten. Es kommt keiner drumherum, denn Veränderungen sind etwas, das uns ständig begleitet. Manche von ihnen stellen nur das Leben einer Person oder einer kleinen Gruppe auf den Kopf. Sei es beispielsweise so etwas wie ein Umzug oder eine neue Arbeit. Aber was heißt da „nur“? Das ist für die einzelnen ja oft viel gewichtiger als die ganze große Welt. In unser aller Leben wird sich ständig irgendetwas ändern. Wir können nichts dagegen tun älter zu werden, uns weiterzuentwickeln, Neues dazuzulernen und zu erleben. Veränderung ist also ein Element unseres Lebens, und das ist nicht schlimm. Wichtig ist aber die Fähigkeit, Veränderung als etwas Positives anzusehen und sie konstruktiv zu nutzen. Wir überlegen, was uns diese neuen Situationen für Chancen und Möglichkeiten bieten und nutzen diese! Bernd Jungwirth stellvertretender Schulleiter Wirtschaftsschule © UA Creative – stock.adobe.com

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