16 Grundschule „Echt krasses Wunder von Jesus“ 50 Zweit- bis Fünftklässler der Paul-Gerhardt-Schule führen zweimal „Bartimäus“ auf Kahl. Der Junge namens Bartimäus spielt mit großer Freude beim 1. FC Jericho. Doch als er immer schlechter sieht, nennen ihn seine Mitspieler nicht mehr cool Barti, sondernBlindfisch und lachen ihn zudem aus: „Mit dir kann man nur noch blinde Kuh spielen!“ Als sie demwehrlos auf demBoden Liegenden sogar seine Sonnenbrille und das Käppi abnehmen, kommt zum Glück seine gehbehinderte Freundin Ava dazu und jagt die respektlosenMitspieler davon… Die Geschichte von Bartimäus aus der Bibel erzählt Frank Kampmann im Kindermusical „Bartimäus – Ein wunderbarer Augenblick“ modern, kindgerecht und unter dem Aspekt der Inklusion. Nach zweijähriger Coronapause und vielen Schwierigkeiten aus dem selbenGrund in der Probenzeit stellte auch die Premiere amDienstagnachmittag – dembislang heißesten Tag des Jahres – eineHürde dar, wie die Leiterin der Grundschule der Paul-Gerhardt-Schule Kahl, Angelika Wunderlich, zugleich Chefin der Chor-AG, erzählte. Doch alle 50 Schülerinnen und Schüler der zweiten bis fünften Klassen machten ihre Sache hervorragend und schafften auch die zweite Aufführung am kaum kühlerenMittwoch genauso prima. Die Theater-AG von Julia Jansen und Lorenz Moll, die zwei TanzAGs vonLaura Striefler, Schulmutter Juliane PorschenundAngelika Wunderlich, dieAGHinter denKulissen vonEvaMeyer-Guggemos sowie die Ton- und Licht-AG, geleitet von Dirk Wollschläger sowie mit Hilfe von MartinWunderlich und Fünftklässlern, erhielten einen verdient großen Applaus für die Aufführung. Dabei passten nicht nur das Bühnenbild, die Requisiten und die Kostüme bis ins Detail, auch der tolle Chorgesang bei fetzigen Stücken wie „Durchblicker“ oder „Die Farbe des Lebens“ sowie die Tanzeinlagen (klasse: „Halt die Klappe“ imHip-Hop-Stil) begeisterten das Publikum. Die Theaterspieler, die teilweise mehrere Rollen übernommen hatten, agiertenohne spürbares Lampenfieber. Toll, wie der Erzähler immer wieder die Besucher emotional ansprach: „Das war ein echt krasses Wunder von Jesus!“ Für lustigeMomente sorgten die dreiMaulwürfe, von denen einer immerHunger hatte. UndGutes wurde auchmit der Aufführung getan: Die eingesammelten Spenden (statt Eintritt) gehen an das KinderheimNazareth in Uganda. Main-Echo vom 21.7.2022, Doris Huhn
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