PGS Kahl - Schulzeitung

31 Der Tag der Aufführung Am 23. Oktober in der Alzenauer Räuschberghalle war es dann soweit: Das opulente Chorprojekt wurde erstmalig aufgeführt. Bereits am Nachmittag fragten immer wieder interessierte Passanten nach Karten. Unmittelbar vor der Saalöffnung kam es rund um die ausverkaufte Halle zu Verkehrsbehinderungen und im Eingangsbereich bildeten sich lange Schlangen. Nachdem noch Stühle nachgestellt waren und jeder einen Sitzplatz gefunden hatte, konnte die Veranstaltung schließlich beginnen. Der Trockeneisnebel im gedämpften Licht verbreitete eine erwartungsvolle Stille im Zuschauerraum. Bereits die ersten Orchester- und Bandklänge unter Leitung von Paul Momberger zogen das Publikum in ihren Bann. Der dazu klingende Prolog des ganz in weiß gekleideten Chores, dirigiert von Joachim Witzmann, beindruckte mit seiner gewaltigen Fülle bei "Wohl dem, der weiß, wie diese Welt entstanden ist.". In die Handlung des Stückes führen zwei jugendliche Erzähler (Larissa Witzmann und Sebastian Schwierz) ein, die das Publikum auch weiterhin durch die Handlung begleiten. Die 11 Solisten präsentierten das große biblische Thema um den Auszug der Israeliten aus Ägypten mit starken Stimmen und fesselnder Bühnenpräsenz. Zeitgemäße Songs spiegelten vielfältig und abwechslungsreich die Höhen und Tiefen auf Moses Weg bis zum Auszug der Israeliten aus Ägypten wider. Dabei nahm die Liebesgeschichte zwischen Moses (Bernhard Behl) und Ziporah (Lena Witzmann) einen großen Raum ein. Nach deren Heirat erhält Moses von einem Engel (Silvia Brückner) den Auftrag: "Gehe zum Pharao und sag` ihm: Lass mein Volk ziehn!" Auf dem Weg durch die Wüste trifft er seinen Bruder Aaron (Christian Geis), der mit seiner Sprachgewandtheit im lockeren Rocksound überzeugte. Aaron soll in Ägypten die diplomatischen Gespräche mit dem Pharao führen. Sprachlich modern und aktuell stieß das Stück auf Zuspruch, als der coole, exzentrische Pharao (Jörn Pick) sein Schicksal beklagte: "Man liegt als Mumie irgendwo in einer Pyramide rum!" Als Herrscher in einem goldenen Reich ist er nur gelangweilt von Moses Forderungen und lässt sich während der Gespräche von seinen Dienern mit riesigen Fächern aus Pfauenfedern Kühlung verschaffen. Moses ist verzweifelt, doch Gott, beindruckend die sonore Stimme aus dem Off (Ingo Niedner), unterstützt ihn und lässt ihn nicht allein. Auch nicht, als zu allem Überfluss noch Rabbi Naroch (Detlef Wittig), ein bewusst für das Pop-Oratorium erfundener Gegenspieler Moses, gegen ihn aufhetzt. Glanzvoll in Darstellung und Gesang war Ziporah (Lena Witzmann), die Moses bei seinem Auftrag unterstützt und in gefühlvollen Balladen ihrer Liebe zu Moses und ihrem Vertrauen in Gott Ausdruck verleiht. So wie in "Ziporahs Zuspruch", bei dem bunte Leuchtstäbe im ansonsten dunklen Raum ihre Hoffnung "Gott kennt den Weg, auch wenn es dunkel wird!" unterstreichen. Als Gott schließlich alle Erstgeborenen von Menschen und Tieren töten lässt und dabei nur die Israeliten verschont, gibt der Pharao verzweifelt nach und lässt das Volk Israel ziehen. Unter die Haut ging der Beginn des Stückes "Blutnacht und Exodus" mit einem Mark erschütternden Schrei des Chores. Eine dramatische Verfolgungsjagd beginnt, als der Pharao seine Entscheidung schon bald darauf bereut. Mit Gottes Hilfe entkommen die Israeliten den Ägyptern durch das geteilte Meer. Die Lieder "Hunger" und "Durst" machen das Leid der Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste deutlich. Trotz Gottes Führung und Unterstützung ist das Volk nie dankbar. Moses beschließt, Gott um Gesetze für sein Volk zu bitten. Als er nicht rechtzeitig zurückkehrt, versucht Naroch die Macht an sich zu reißen. Dies misslingt jedoch und stattdessen soll Aaron das Volk anführen. Im anschließenden Lied "Das goldene Kalb" begeisterte das Ensemble (Eva Stöppler, Steffen Müller, Walter Lang & Silvia Brückner) durch die gesanglich und tänzerisch dargestellte Spielfreude. „Das größte Gesetz ist die Liebe“ Aaron lässt das Volk ein goldenes Kalb anbeten. Als Moses endlich vom Berg Sinai mit den Gesetzestafeln zurückkommt, ist er entsetzt über das, was er sieht. Voll Zorn zerschmettert er die Tafeln aus Stein. Diesmal bereuen die Israeliten ihr Handeln und Moses steigt erneut auf den Berg Sinai. Gott zeigt, wie sehr er die Menschen liebt und gibt ihnen neue Gesetze. Denn das größte Gesetz ist die Liebe! Chor, Band und Orchester gelang es gut, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu steigern. Zum finalen Song "Liebe ist das Gebot" war dann auch das Publikum nicht mehr auf den Plätzen zu halten und sang begeistert mit. Der lang anhaltende Applaus galt nicht nur allen Mitwirkenden, die sich feiern lassen durften, sondern auch Joachim Witzmann, der mit viel Engagement, Mut und Vertrauen, ein Mega-Konzertereignis in der Region auf die Beine gestellt hatte. Es geht weiter Eine Wiederholung des Konzertes erfolgte am 06.11.2011 im Congress Park Hanau. Eine weitere Aufführung findet am 21. Januar 2012 in der Klosterberghalle in Langenselbold statt. Das Pop-Oratorium "Die 10 Gebote" von Dieter Falk und Michael Kunze geht in 2012 auf Deutschlandtournee. Der Projektchor wird bei der Aufführung am 26.02.2012 in der SAP-Arena in Mannheim dabei sein und zusammen mit insgesamt über 2.600 Sänger/-innen die Aufführung unterstützen. Weitere Infos und Kartenbestellungen sind unter www.die10gebote.demöglich. Petra Böhn, Chormitglied und Schulmutter Allgemein Karten sind über folgende Vorverkaufsstellen erhältlich: Paul-Gerhardt-Schule Kahl, Tel. 06188-4469697, Paul-Gerhardt-Schule Hanau, Tel. 06181-9067705, Bürgerbüro Langenselbold, Tel. 06184-802-63 und Selbolder Ferieninsel, Tel. 06184-921021 (VVK: Erwachsene 16,- EUR / Kinder & Jugendliche 12,- EUR)

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