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| Kabarett mit
"superzwei" |
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| "Die
Rückkehr der heiligen zwei Könige" |
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| Veranstaltungsinfo |
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| Datum |
05.05.2006 |
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| Uhrzeit |
*** Rückblick ***
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| Ort |
Paul-Gerhardt-Schule
Kahl, Freigerichter Str. 12, 63796 Kahl/ M. |
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| Eintritt |
- |
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| Internet |
"superzwei"-Homepage:
http://www.superzwei.de |
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"Wir brauchen mal wieder einen richtigen Knaller
hier an der Schule", dachte sich das Team der
"open house"-Veranstaltungen an der Paul-Gerhardt-Schule.
Mit dem Engagement des hessischen Musik-Comedy-Duos
"superzwei" lag man goldrichtig: die beiden
brachten am Freitagabend die vielen Gäste in
der Aula zum Toben. Sie stehen auf der Bühne
und powern gleich los. Jakob Friedrichs und Volker
Schmidt-Bäumler eröffnen den Abend zu
ihrem aktuellen Programm" Die Rückkehr
der heiligen zwei Könige" mit einem echten
Lacher. Mit goldenen Kronen, roten Hermelinmänteln
und weißen langen Unterhosen, über die
eine rote Sporthose gezogen ist und einem weißen
T-Shirt über den mehr oder weniger wallenden
Bauchröllchen steigen sie sensationell ein
und knüpfen sie ausgiebig Kontakt zum Publikum.
"Ihr seid quasi der Parkplatz vor Hessen",
begrüßen "superzwei" die Kahler
Gäste. Das Herumreiten auf reduzierten Hirnaktivitäten
der Bayern im Allgemeinen und der Kahler im Besonderen
hätten sie sich spätestens nach der zweiten
Wiederholung sparen können aber selbst
das verzieh das Publikum gerne.
  
Nächstes Jahr können "superzwei"
ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum feiern
von Verschleißerscheinungen allerdings
keine Spur. Egal, ob als Rentnerpärchen beim
RocknRoll, als Busfahrer, Cowboys oder
als Otto Normalverbraucher mit relativ geringem
Aufwand kommen "superzwei" super rüber
und beweisen echtes schauspielerisches Talent. Zweites
Standbein des Programms sind die musikalischen Beiträge.
Mit Gitarren, Mundharmonika und Kinder-Harmonika
bewaffnet, singen "superzwei" im wahrsten
Sinne von Gott und der Welt, bieten mit starken
Stimmen unterschiedliche Stilrichtungen wie Rock,
Pop, Schlager, Hip Hop und Rap.
  
Wie selbstverständlich fließen in die
Comedy-Show Stücke mit christlichen Texten
ein. "Ich wär' so gerne einfach Christ",
oder "Warum sind wir hier?" thematisieren
Zweifel und Fragen, die durch ein fetziges Gitarrensolo
nicht an die Seite gedrängt, sondern geradezu
hervorgehoben werden. Zwischendurch biegt sich das
Publikum bei Szenen mit dem "magic hat"
dem magischen Hut, der den Träger zum Amerikaner
werden lässt, dessen Ansagen nicht ganz korrekt
übersetzt werden. Aus der "fucking guitar"
wird auf diese Weise "eine wunderschöne
Holzgitarre". Nach dem witzigen Lied vom "Zuggerschneggsche"
(für Nichthessen: Zuckerschnecke), erlauben
sich die "superzwei" einen ganz gewaltigen
Bruch:
  
Jakob Friedrichs erzählt vom plötzlichen
Kindstod seiner kleinen Tochter vor zwei Jahren
und plötzlich wird es ganz still im Kreis.
Mit Tränen in den Augen schildert er seine
Zweifel und die Wut auf Gott und wie er gefühlt
hat, dass er am Ende doch getragen wurde
"das war eines meiner größten Glaubenserlebnisse",
bekennt der gelernte Sozialpädagoge. Das Lied"
Ich sehn' mich nach dir" ist deshalb ein ganz
berührender Moment im Programm. Mit leiseren
Tönen geht es weiter, bis das Duo gegen Ende
des über dreistündigen Abends nochmal
voll aufdreht. Die Hip Hop-Einlage, bei der Schmidti
die Schilder mit dem Text in einer schweißtreibenden
Rennerei über die Bühne ins Publikum hält,
begeistert ebenso wie die gesungene" Geschichte
von Mister J.C. im Jahr 2006", ein ganz eigenwilliges
Stück über Jesus Christus. Am Ende drei
Zugaben und das Angebot, mal wieder nach Kahl zu
kommen. Das wäre echt super! |
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