1.Bauabschnitt an der Paul-Gerhardt-Schule Kahl ist fertiggestellt

Kahl (pm) –  Gleich zwei Gründe zum Feiern hatten die Paul-Gerhardt-Schulen (PGS) Kahl. Mit vielen Gästen wurde in der neuen Schulaula die Fertigstellung des 1.Bauabschnitts sowie das 30jährige Bestehen des Christlichen Schulverein

 

Hanau und Kahl e.V. gefeiert. Zur Überraschung aller kam zur Einweihung auch Schul-Namensgeber Paul Gerhardt in Person von Martin Wunderlich (stv. Schulleiter) und gratulierte gemeinsam mit Joachim Witzmann, Schulleiter der Grund- und Mittelschule an der PGS Kahl, mit dem neuen PGS-Rap „Lernen – Leben – Lachen – PGS!“. Durch die zweistündige Feierstunde, die mit Liedern und Tanzeinlagen von den PGS-Schülern gestaltet wurde, führten Matthias Umbach (Leiter der Wirtschaftsschule) und Joachim Witzmann (Leiter Grund- und Mittelschule). Schulvereins-Geschäftsführer Klaus Käfer konnte zahlreiche Gäste begrüßen, ließ die Stationen der bisherigen Bauphasen Revue passieren und dankte den vielen Menschen, die sich für die Schule eingebracht haben.

Das Schulmotto „Lernen – Leben – Lachen“ dargestellt durch 17 große bunte Lettern bildete vor einem schwarzen Vorhang auch die Kulisse für die „etwas anderen Grußworte“ als gemeinhin bei solchen Anlässen üblich. Denn die wurden nicht – von einem Podium aus – ans Auditorium gerichtet. Die sieben Redner wurden von Moderator Joachim Witzmann alle gleichzeitig an auf der Bühne platzierte Schulbänke gebeten. In Form eines Geschichtsunterrichts „Anno domini“ fragte der „gestrenge Dorfschulmeister“ Joachim Witzmann diese dann nach ihrem Wissen zur PGS Kahl ab.

An der humorig-illustren Abfragerunde nahmen Gustav Eirich (Leitender Schulamtsdirektor Regierung Unterfranken), Andreas Zenglein (stv. Landrat Landkreis Aschaffenburg), der Kahler Bürgermeister Jürgen Seitz, Erwin Meister (Pfarrer und „Chef der evangelischen Schulen in Bayern“) sowie Henning Kaul (Landtagsabgeordneter a.D.), Cafer Adgas (Architekt der Sanierung und Erweiterung der PGS Kahl) und der Dekan des Evangelischen Dekanants Aschaffenburg, Rudi Rupp, teil.

Zum festlichen Anlass passte auch bestens die Bilder-Präsentation der Erfolgsgeschichte der Paul-Gerhardt-Schulen – von den Anfängen bis in die Gegenwart. Von anfänglicher Skepsis – vor allem 1992 der Umzug vom ersten Schulstandort in Hanau nach Kahl in die ehemalige Heide-Schule, die von den unterfränkischen Politikern kritisch beäugt wurde – ist heutzutage freilich nichts mehr zu spüren. „Weil sie so angenehm anders sind“, brachte es der Landtagsabgeordnete a.D. Henning Kaul auf den Punkt. Der Kahler Bürgermeister Seitz votierte in der Gemeindeversammlung einst sogar dagegen, das Kahler Schulgebäude an die Paul-Gerhardt-Schule zu vermieten. Er entpuppte sich im Laufe der Jahre dann als Fan der Privatschule und schickte auch seine Tochter auf die PGS. „Heutzutage sind wir in der Gemeinde stolz, nicht nur eine Grundschule in Kahl anbieten zu können, sondern auch eine private Grund-, Mittel- und eine Wirtschaftsschule, die bei Arbeitgebern ein hohes Ansehen genießt. Wir sind froh für den guten Ruf, den wir in Kahl mit ihnen genießen dürfen“, sagte der Bürgermeister.

Vielfache Gründe für den Stolz über das in drei Jahrzehnten Erreichte war für die Festgäste auch in der Bilderschau ersichtlich. Von den Anfängen der Ganztagesbetreuung (1995), dem Kauf des Schulgebäudes (2000), dem ersten Zehn-Stunden-Lauf (2002) über den Neubau des PAULA-Gebäudes bis hin zu Spatenstich (2013) und Richtfest in 2014 ist die PGS eine – fast schon einzigartige – Erfolgsgeschichte der einzigen Privatschule im Landkreis Aschaffenburg. Der Ort für den feierlichen Festakt, die moderne Schulaula, zeichnet sich durch höhere Decken, eine flexible Bühne und mehr Platz aus. Die Aula ist Teil des 1.Bauabschnitts ebenso wie die neuen Fachräume und der neue Verwaltungstrakt. Zum Erweiterungsbau gehören auch ein Informatikraum und drei neue Grundschul-Klassenräume. Die Kahler Privatschule, unter deren Dach sich Grund-, Mittel- und Wirtschaftsschule vereinen, zieht in den Sommerferien vom alten Schulgebäude in den erweiterten Trakt. Danach startet im Altbestand der 2.Bauabschnitt, mit der Sanierung der insgesamt 20 Millionen Euro teuren Baumaßnahme. Bis 2017 soll dann die Sanierung der alten PGS-Schulräume und der Turnhalle abgeschlossen sein.