Gottes Liebe erfahren
„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass Er Seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an Ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannesevangelium 3,16).
Gott liebt alle Menschen. Diese Liebe und Versöhnung haben wir erfahren und erkannt. Deshalb haben wir uns für ein Leben in der Nachfolge Jesu entschieden. Weil Jesus Christus Gottes Sohn war, hatte er die Kraft, Menschen in besonderer Weise zu lieben und anzunehmen. Er half damals und heute durch seinen Zuspruch, Gottes vergebende Liebe zu erfahren. Er brachte die Sehnsucht des Menschen nach einem sinnerfüllten Leben zum Ziel. Sein Handeln ist beispielhaft für uns heute. In der Schulgemeinschaft sehen wir uns in einem Entwicklungs- und Reifungsprozess auf der Basis dieses gemeinsamen Glaubens. Gottes Liebe bewirkt in uns eine positive Einstellung zum Leben und Verantwortung für die Schöpfung. Unser Handeln wird bestimmt von einem vertrauens- und liebevollen Umgang miteinander.

Glauben leben
Die Botschaft der Bibel bietet uns für den Alltag unseres Lebens Leitlinien, Maßstäbe und praktische Hilfen an. Das gilt auch für den Bereich von Erziehung und Schule. Sie weist uns einen Weg, Grundhaltungen wie Echtheit, Wertschätzung und Einfühlungsvermögen umzusetzen und macht uns bereit zu gegenseitiger Korrektur, Vergebung und Versöhnung.
Nicht nur der Religionsunterricht, sondern die ganze Schulatmosphäre, das Lernen und das Schulleben ist davon geprägt. Wir legen daher viel Wert auf einen gemeinsamen Tagesbeginn in jeder Klasse mit Andacht und Gebet und auf gemeinsame Gottesdienste und Schulfeiern.
Schule soll allen Schülerinnen und Schülern Freude machen – sie sollen sich wohl fühlen und gerne in die Schule gehen. Das Evangelium von Gottes Barmherzigkeit stärkt dabei unser Bemühen um eine fröhliche und befreiende Schulatmosphäre. So erfährt jedes Kind und jeder Jugendliche Geborgenheit zur Entwicklung und Entfaltung seiner Persönlichkeit.

Werte vermitteln
Erziehung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes bedeutet Bereitschaft zum Dialog, zur Selbst- und Mitverantwortung und zur Nächstenliebe.
Das Evangelium zeigt uns, dass Gott uns so annimmt, wie wir sind. Er liebt uns, ohne auf unsere Leistung zu sehen. Das bedeutet für uns in der Schule, Kinder und Jugendliche mit ihren Begabungen und Schwächen so anzunehmen, wie sie sind. Nicht Noten allein entscheiden über den späteren Lebensweg eines Menschen. Wichtig ist, dass Schülerinnen und Schüler lernen, sich in einer Gemeinschaft zurecht zu finden und auf andere einzugehen. Dazu gehören auch Werte wie Ehrlichkeit, Rücksichtnahme, Vergebungsbereitschaft und die Fähigkeit, Konflikte friedlich zu lösen.